Extensive Berglandwirtschaft mit Neuweltkamelen - ein Südtiroler Unikat

Wir bewirtschaften unseren auf knapp 1.100 Höhenmetern gelegenen Bergbauernhof extensiv - mit viel Leidenschaft und nahezu komplett in Handarbeit.Einzig unsere Lamas und Alpakas helfen uns dabei, die zum Hof gehörenden Flächen freizuhalten und vor der Rückeroberung der Natur zu bewahren.

 

Das Heu, das wir an unsere Tiere verfüttern, stammt in guten Erntejahren ausschließlich von unseren eigenen Bergwiesen. Dazu machen wir zwischen Juni und August auf rund 3,5 Hektar Hang-Wiesenflächen ein bis zwei Heuschnitte.

 

Das Mähen erfolgt aufgrund der Geländeformation zu Fuß, hinter einem Balkenmäher mit Stachelwalzen herlaufend. In den 2-3 Tagen nach dem Mähen wird das geschnittene Gras mehrfach mit Hilfe eines Bandrechens, wie auch per Hand gewendet, um es möglichst gut zu trocknen. Dies ist notwendig, da wir keine Belüftungsanlage haben und von daher einer Selbstenzündung gährigen Heues, bzw. eventueller Fäulnisprozesse oder Schimmelbildung unbedingt vorgebeugt werden muss. 

 

Das Einbringen des Heus erfolgt mit einem kleinen bergtauglichen Transporter mit Heuaufnahme. Dazu muss das Heu aus den Hanglagen mit Bandrechen und viel Handarbeit auf den jeweils nächsten, befahrbaren Wiesenweg gerecht und dort zu Strängen zusammengeführt werden.

 

Im Stadl angekommen, wird das Heu dann nochmal per Hand in die verschiedenen Heukammern verteilt und aufgestockt.

 

Diese althergebrachte Bewirtschaftungsform ist den wenigen Maschinen am Hof geschuldet. Sie ist zeitaufwendig, kräftezehrend und schweißtreibend. Dafür ermöglicht sie eine schonende Bodenbearbeitung und wenig Qualitätsverlust am Erntegut. 

 

Unsere Tiere kommen durch die Eigenbewirtschaftung unserer Wiesen in den Genuss gesunden, gut schmeckenden Bergwiesen-Heus.

 

Zum Glück haben wir treue Helfer, die uns in dieser schwierigen Zeit phasenweise unter die Arme greifen, sonst wären die Flächen mit unseren althergebrachten Methoden zu zweit kaum zu bearbeiten.